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Bodø

 

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Bodø


Die Hauptstadt (bzw. Verwaltungszentrum) vom Fylke Nordland ist Bodø.

Bodø hat 45.000 Einwohner und ist damit nach Tromsø die zweitgrösste Stadt in Nord-Norwegen. Die goldene Sonne auf rotem Grund im Stadtwappen kennzeichnet die Mitternachtssonne.

Bodø liegt nördlich des Polarkreises.

Die Stadt ist noch recht jung.
Sie wurde 1816 gegründet (damals noch: Hundholmen) - gedacht als Handelszentrum für die nordnorwegischen Fischer. Es gab damals 3 Alternativen: Brønnøy, Vågan und Hundholmen. Allerdings war Brønnøy nicht zentral genug, in Vågan war es schwieriger, Holz zu beschaffen - und nicht zuletzt war Hundholmen seit 1605 Sitz des Lehnsherren über Nordnorwegen. Aus diesen Gründen fiel 1813 die Wahl der dänischen Finanzkommision (Norwegen war damals noch unter dänischer Herrschaft) auf Hundholmen/Bodø. Die Stadtgründung wurde dann zunächst ausgesetzt - wegen des Napoleonkrieges und der Übertragung Norwegens von Dänemark an Schweden. Auch die Bergenser haben sich heftig gegen eine Stadtgründung in Hundholmen gewehrt. Sie fürchteten um ihr Handelsmonopol für Fisch zwischen den Lofoten und dem Ausland. Die Regierung hat jedoch gegen den Widerstand der Bergenser die Gründung der Stadt beschlossen. Allerdings gestaltete sich das Wachstum schwierig. Die bewährten Handelswege über Bergen bestanden weiterhin.
1824 zählte Bodø gerade mal 210 Einwohner. Mehrfach wurde darüber nachgedacht, den Stadtstatus wieder zurück zu ziehen.
Ab 1865 allerdings kam immer wieder der Atlantische Hering in das Küstengebiet um Bodø - und so etablierten sich neben der Fischerei auch andere Geschäftszweige sowie die Dampfschifffahrt und einen Hafen. Gegen 1900 zählte Bodø bereits 6.000 Einwohner. Das ökonomische Wachstum war besonders gekennzeichnet durch Fischerei, Transport, Handel und Finanzen. Es entstand in Bodø die grösste Fischfrosterei in ganz Europa.

Doch während des 2. Weltkrieges war Bodø eine der norwegischen Städte, die stark unter Beschuss stand. Im grössten Bombenangriff am 27. Mai 1940 wurden innerhalb 2,5 Stunden mehr als 200 Sprengbomben und mehr als 1000 Brandbomben abgeworfen - die Stadt wurde nahezu komplett zerstört. 67% der Gebäude waren dem Boden gleich. Über die Hälfte der Bevölkerung war obdachlos - sämtliche Infrastruktur, Schulen, Verwaltung, Krankenhaus waren zerstört.

Der Wiederaufbau Bodøs nach dem Krieg gab der Stadt einen eigenartigen, nüchternen und funktionalen Stil, so wie er für die frühe Nachkriegszeit typisch ist.

Seit dieser Zeit wuchs Bodø beständig.
Auch die Infrastruktur erweiterte sich - zur Hurtigruten und der Strassenverbindung über das Saltfjell kam 1947 ein Flughafen, und 1961 die Bahnverbindung nach Trondheim dazu.



 

     

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This site was last updated 04/12/09